Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche

Die Wallfahrtskirche am Kolomansberg - Kolomanskirche

In Gipfelnähe des 1114 m hohen Kolomansberges steht auf einer ebenen Fläche die hölzerne Kolomanskirche. Etwas unterhalb der heutigen Kirche entspringt die alte Heilquelle, die der Legende nach der hl. Koloman erweckt haben soll, als er hier auf seiner Pilgerreise rastete. Kirche und Quelle befinden sich hart an der alten Grenze zu Salzburg, und überlieferten Grenzbeschreibungen und Streitigkeiten verdanken wir unser Wissen über den mittelalterlichen Ursprung der Kolomansverehrung auf dem Berg. Schon 1462 wird der Kolomansbrunnen genannt. Ursprünglich stand an der Quelle nur eine Kreuzsäule, 1511 wird bereits von einer Kapelle am Brunnen berichtet und die zahlreichen Wallfahrer legten Opfergaben nieder. 1658 feierte Abt Simon in der erneuerten Kapelle die erste Messe, 1742 ließ Abt Lidl die heute noch erhaltene Holzkirche auf der Ebene oberhalb der Quelle errichten. In die alte Kapelle wurde das Quellwasser eingeleitet. Der Kirchenbau (8 mal 16 m) besteht aus sorgfältig zusammengefügten Baumstämmen, die außen mit Schindeln verkleidet und innen weiß getüncht sind. Der kleine Altar stammt noch aus der alten Kapelle beim Brunnen. Das gut gemalte Antependium schuf Lorenz Exendorfer aus Mondsee im Jahr 1692. An den Wänden befinden sich heute Votivbilder aus dem 19.und 20. Jahrhundert.Früher hingen hier verschiedenste Opfergaben wie hölzerne Hände, Füße oder Lungen. Die einsam gelegene Wallfahrtskirche ist noch heute Ziel von Prozessionen oder Bittgängen.

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Adresse 5310 Tiefgraben